Menue anzeigen

diJana

headerimage

- Textabend 06. März 2015



Bild "Fotoserie "Paulino":Pressefoto_Textabend.JPG"

Bild "Ausstellungen::textabend.jpg"


Quelle WAZ online 09.03.2015

Kleinkunst
Textabend strapaziert Lachmuskeln

Bild "Ausstellungen::Pressefoto.JPG"

Neviges
Zwerchfell aktivierende Lesungen im Wechsel mit entspannenden Musik-Acts: Das Publikum erlebt einen
kurzweiligen Kleinkunst-Abend im Jugendzentrum.


Die kleinen Bistrotische sind alle besetzt, gemütliche Ledersitzgarnituren reihen sich um die Bühne,
Kerzen sorgen für Stimmung – fast eine Loungeatmosphäre herrscht hier heute Abend im Jugendzentrum an der
Lessingstraße. Erwartet wird Andreas Hahn zusammen mit vielen weiteren Künstlern, zum größten Teil aus
dem Wuppertaler Raum. Sie haben geladen zum „Textabend“, ein Format, mit dem der Autor bereits seit einigen
Jahren, mit wechselnden Akteuren durch die Veranstaltungsorte zieht. Für Hahn ist der Auftritt heute ein
echtes Heimspiel: „Ich bin hier aufgewachsen und war als Jugendlicher selber oft im Jugendzentrum zu Besuch“,
erzählt der Autor mit dem charakteristischen Ziegenbärtchen.

Dementsprechend herzlich ist auch der Empfang des Publikums, was abgesehen von drei, vier Jugendlichen an
diesem Abend vorwiegend aus etwas älteren Semestern besteht. Mitorganisatorin diJana, ihrerseits Malerin
und als solche fürs imposante Bühnenbild verantwortlich, führt humorvoll durchs Programm. Sie erklärt dem
Publikum auch, wie die oft bunte Mischung des Textabendprogramms manchmal zustande kommt: „Ich war auf
einer Geburtstagsparty. Ein Sascha spielte Gitarre, ein Fabian griff sich dazu einen herumliegenden Krimi
und sang diesen Text. Das war so gut, dass ich sie gebeten habe, bei uns mitzumachen.“

Stimme erinnert an Ed Sheeran
Und wirklich, wenn Fabian wenig später als Teil des Duos „Gedankenwirbel“ Philipps Poisels „Wie sieht der
Himmel aus“, anstimmt, wird es zunächst ganz leise vor Ergriffenheit im Raum bevor danach begeisterte Rufe
und Geklatsche folgen. Genauso beim Auftritt von „Frere“, der nicht nur mit seinem Rotschopf, sondern auch
durch seine beeindruckende Stimme an Ed Sheeran erinnert.

Mit trockenem Humor erzählt
Auch bei den Lesungen muss das Publikum emotional so einiges einstecken. Berichtet doch Andreas Hahn mit
seinem trockenen Humor beispielsweise vom genussvollen Dahinmeucheln der neuen Partner seiner Exfreundin.
Und auch Ralph Beyer nähert sich später dem Liebesthema als Stalker, der nicht nur den Müll seiner
angebeteten Veronika zerwühlt, sondern auch in ihre Wohnung und über ihr Tagebuch sogar in ihre intimsten
Gedanken eindringt.

Musikantenstadlgucken fällt aus
Zuvor hatten seine Ausführungen über das Zusammenleben mit seiner 86-jährigen Mutter, die ihm ein Rendezvous
verübelt, weil damit das gemeinsame Musikantenstadlgucken am Abend entfällt, für Angriffe auf die Lachmuskeln
des Publikums gesorgt.

Höhepunkt des Abends ist die Ensemblelesung, zu der sich auch Jens Harguth, Hubert von der Heydt und Jutta
Peppersack gesellen. So gibt es in wechselnden Rollen zum Thema „Warum Männer lieber Fußball gucken und
Frauen meistens dabei im Weg stehen“ einiges Erhellendes mit auf den Heimweg.

Birgit-Hölker-Schüttler

Textabend strapaziert Lachmuskeln - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/velbert/textabend-strapaziert-lachmuskeln-id10432629.html#plx748102217



{jQback2top|Top}